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Augmented Reality – Spielerei oder Gamechanger?

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Was, wenn physische Produkte und Objekte mit digitalen Informationen erweitert und virtuell erlebbar werden? Was, wenn sich real und digital verbinden und ganz neue Welten am Point of Sales eröffnen? Dann ist Augmented Reality im Spiel!

Die Möglichkeiten von Augmented Reality (AR) sind weit mehr, als bekannte spielerische Animationen. Insbesondere im Einsatz am Point of Sales, auf Verpackungen oder bei Marketing- und Salesmassnahmen verspricht die Technologie ungeahnte neue Markenerlebnisse. Philipp hat in den letzten Jahren für verschiedene Kunden AR-Projekte realisiert. Welche Erfahrungen er gesammelt hat und was wirklich funktioniert, hat Philipp für euch zusammengetragen.

Datum

01. Oktober 2022

Autor:in

Philipp Eggenberger

Lesedauer

8 Minuten

Philipp Eggenberger

Philipp ist Partner bei Echt und seit mehr als 10 Jahren Teil unserer Community. Er verantwortet neben seiner Funktion als Brand & Strategy Consultant den Bereich Technologietransfer und Innovationsmanagement in der Agentur.

Darum geht's

Augmented Reality erweitert die reale Welt um virtuelle Inhalte und bietet grossartige Möglichkeiten, um Menschen und Marken zu verbinden.

  1. Was ist AR und wie funktioniert es?

  2. Was unterscheidet Augmented Reality von Virtual Reality?

  3. Wie lässt sich AR in ein Packaging integrieren? 

  4. Welche Möglichkeiten bietet AR, um Packagin Design zu optimieren?

  5. AR ohne App direkt im Browser 

  6. Fazit – Ist AR ein Gamechanger oder nur eine Spielerei?

1. Was ist AR und wie funktioniert es?

Augmented Reality (AR) ist eine Technologie, die es ermöglicht, virtuelle Inhalte (2D/3D) in die reale Welt zu integrieren. AR-Anwendungen können beispielsweise in Form von Produkt- und Herkunftsinformationen, interaktiven Anleitungen oder Spielen bereitgestellt werden.

Kameras und Sensoren bilden das perfekte Team

Die Technologie funktioniert, indem reale Produkte / Objekte mit digitalen Informationen verknüpft werden. Dies geschieht mithilfe von Kameras und Sensoren, die in AR-Geräten wie Smartphones oder Datenbrillen integriert sind. Sobald ein bestimmtes Objekt erkannt wurde, können AR-Anwendungen entsprechende Informationen anzeigen oder Interaktionen ermöglichen.

Siegeszug durch das Smartphone

Die AR-Technologie selbst ist nicht neu – sie wird bereits seit mehreren Jahren in der Industrie und im Militär eingesetzt. Erst in jüngster Zeit ist sie aber durch die Verbreitung von Smartphones und anderen tragbaren Geräten in die breite Masse gelangt. AR kann dabei sowohl auf Smartphones, Tablets und Wearables als auch auf spezielle Brillen wie die HoloLens von Microsoft oder die Magic Leap One von Google angewendet werden.

2. Was unterscheidet Augmented Reality von Virtual Reality?

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) sind zwei gänzlich unterschiedliche Technologien, die beide grosse Möglichkeiten für das Packaging Design bieten. AR ist die Erweiterung der realen Welt durch computergenerierte Informationen, während VR eine komplett computergenerierte Welt darstellt. 

AR ist die Erweiterung der realen Welt durch computergenerierte Informationen.

Beide Technologien können eingesetzt werden, um ein realistischeres und interaktiveres Erlebnis zu schaffen. AR ermöglicht es Nutzer:innen, sich in die reale Welt zu begeben und mit virtuellen Objekten zu interagieren, während VR es ihnen ermöglicht in eine komplette – rein virtuelle – Welt digital einzutauchen.

Virtual Reality

Augmented Reality

3. Wie lässt sich AR in ein Packaging integrieren?

Das Packaging Design ist ein wichtiger Bestandteil der Markenbekanntheit, des Markenerlebnis und der Präsentation einer Marke am Point of Sales. Klassische Designelemente wie Farben, Formen, Grafiken oder Produktinformationen können jedoch für ein interaktiveres Markenerlebnis durch AR-Anwendungen sehr gut ergänzt, optimiert oder ersetzt werden.

Derzeit gibt es zwei Hauptansätze für AR-Anwendungen: markerbasiertes und markerloses Tracking.

Markerbasiertes oder markerloses Tracking

Derzeit gibt es zwei Hauptansätze für AR-Anwendungen: markerbasiert und markerloses Tracking. Markerbasierte AR verwendet ein Bild oder Objekt als Referenzpunkt, um virtuelle Inhalte anzuzeigen. Markerloses Tracking hingegen ermöglicht es, virtuelle Inhalte ohne Referenzpunkte anzuzeigen – dies ist insbesondere für die Anwendung in der realen Welt interessant, da so keine zusätzlichen Objekte mitgeführt werden müssen.

Digitaler Touchpoint direkt am Produkt

Die AR Technologie eignet sich besonders für das Packaging Design, da sie es den Nutzer:innen ermöglicht, mit dem Produkt und seiner Verpackung zu interagieren, ohne die Realität vollständig zu verlassen. AR-Anwendungen können beispielsweise Produktinformationen anzeigen, wenn ein Kunde/eine Kundin ein Produkt betrachtet oder einen QR-Code scannnt. Diese Informationen können z.B. Preisangaben, Produktbeschreibungen oder sogar Rezensionen umfassen. Dadurch wird der Touchpoint Packaging Design mit wenig Aufwand zum interaktiven Kundenportal und Eintritt in die Markenwelt.

QR-Code auf der Rückseite scannen

Kamera auf das Logo halten

Augmented Reality erleben

4. Welche Möglichkeiten bietet AR, um Packaging Design zu optimieren?

AR bietet unzählige Möglichkeiten, das Packaging Design zu optimieren und den Kund:innen ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. AR kann beispielsweise dazu verwendet werden, Informationen über das Produkt bereitzustellen, einen interaktiven Produktkatalog anzubieten oder die Kund:innen in die Gestaltung des Produkts einzubeziehen.

AR verbessert das Kauferlebnis, indem zusätzliche Produktinformationen aufgezeigt werden.

Personalisierte Angebote am POS

Mit AR lassen sich auch personalisierte Angebote erstellen. So können zum Beispiel Rabatte oder Sonderangebote direkt auf dem Produkt angezeigt werden. Dies ist besonders nützlich, wenn das Produkt in einem Regal steht und die Kund:innen sofort sehen können, ob es sich um ein gutes Angebot handelt. Auch für die Markenherstellenden bietet AR viele Vorteile. So können neue Designs vorab getestet und die Reaktion der Kunden:innen auf das neue Design ermittelt werden. Zudem ist die Möglichkeit, die Verpackung mit dem Smartphone zu scannen und sofort weitere Informationen zum Produkt abrufen zu können, für die Kundschaft interessant.

5. AR ohne App direkt im Browser

Einer der Gründe, warum AR-Anwendungen aus meiner Sicht auch für Consumer Brands zunehmend interessant werden, ist der barrierefreie Zugang. Verbraucher:innen müssen heute nicht mehr für jede AR-Anwendung eine eigene App herunterladen, installieren oder selber eine entwickeln, um AR zu nutzen. Alles, was früher eine App erforderte, kann heute auch über die Webbrowser gängiger Handys ausgespielt werden.

Echt zeigt mit Wattinwilare auf, wie eine AR-Kampagne ohne zusätzliche Apps erfolgreich umgesetzt wird.

AR-Plattform Zappar

Ein Beispiel für diese Technologie ist die AR-Kampagne, welche wir für Wattinwilare mit Zappar umgesetzt haben. Zappar ist eine AR-Plattform, welche die End-to-End-AR-Strategie und -Ausführung unterstützt. Der Aufwand für kostenintensive App-Entwicklungen kann so massiv reduziert werden. Zugleich führt der barrierefreie Zugang zu einer häufigeren und intensiveren Nutzung von AR-Anwendungen. Ein Scan des QR-Codes reicht aus, um die gewünschte Anwendung zu starten – ohne zusätzliche Software oder Plug-ins.

6. Fazit – Ist AR ein Gamechanger oder nur eine Spielerei?

Nach den Erfahrungen, die ich mit AR-Projekten in den letzten Jahren sammeln konnte, ist diese Technologie für mich definitiv ein Gamechanger! AR kann ein effektives Werkzeug sein, um die Art und Weise, wie wir Dinge sehen und verstehen, zu verbessern. Mit AR kannst Du Deine Kund:innen direkt an Dein Produkt heranführen und mehr Informationen über das Produkt liefern, ohne App-Installation. 

Dadurch kannst Du die Kaufentscheidungen Deiner Kund:innen direkt beeinflussen und sicherstellen, dass Markenerlebnis und Markenversprechen am POS eingelöst werden. Insgesamt bietet AR im Packaging Design also unzählige Möglichkeiten, sowohl für Herstellende als auch für Endkunden:innen.

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