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Branding in Design das am Regal gewinnt und Kunden begeistert

Echt AG Redaktion·
Branding in Design das am Regal gewinnt und Kunden begeistert

Stellen Sie sich die klassische Situation vor: Sie stehen im Supermarkt vor einem meterlangen Regal. Zwei Produkte, die sich kaum unterscheiden – und doch greifen Sie zielsicher zu einem. Was passiert da genau? Dieser entscheidende Moment wird selten bewusst entschieden. Meist ist es das Branding in Design, ein Impuls, der in Millisekunden darüber entscheidet, ob eine Marke überhaupt eine Chance bekommt oder im Rauschen der Angebote untergeht.

Wie Design zur unsichtbaren Kraft Ihrer Marke wird

Eine Person greift nach einem Produkt in einem Supermarktregal, daneben ein Schild mit der Aufschrift „MARKE ENTSCHEIDET“.

Visuelle Gestaltung ist so viel mehr als nur ein hübsches Gesicht. Sie ist der stärkste, wenn auch stille, Botschafter Ihrer Marke. Sie knüpft eine sofortige emotionale Verbindung zu Ihren Kunden, lange bevor diese überhaupt einen Gedanken an den Kauf verschwenden. Design erzählt im Stillen eine Geschichte und schafft Vertrauen – oder eben nicht.

Nehmen wir das Beispiel zweier Joghurtsorten. Beide haben eine ähnliche Zutatenliste, aber das eine kommt in einer Verpackung mit sanften, runden Formen und einer warmen Farbpalette. Das andere setzt auf knallige Farben und eine kantige Schrift. Ihr Gehirn verarbeitet diese visuellen Reize blitzschnell und ordnet sie unbewusst bestimmten Werten und Gefühlen zu. Das ist kein Zufall, das ist Design in Aktion.

Die Sprache des Unterbewusstseins

Gutes Branding im Design spricht nicht unseren rationalen Verstand an. Es zielt direkt auf die tief verankerten, unbewussten Motive, die unser Handeln wirklich steuern. Es geht darum, eine visuelle Sprache zu finden, die exakt die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe spiegelt. Diese Sprache hat ihr eigenes Vokabular:

  • Farben: Sie sind emotionale Kurzbefehle. Blau kann Vertrauen und Ruhe ausstrahlen, während Rot für Energie und Leidenschaft steht. Die richtige Farbe kann die Markenwahrnehmung massgeblich beeinflussen.
  • Formen: Runde Formen vermitteln oft ein Gefühl von Gemeinschaft und Harmonie. Im Gegensatz dazu stehen eckige Strukturen für Stabilität, Präzision und Stärke.
  • Typografie: Die Schrift ist die «Stimme» Ihrer Marke. Eine klassische Serifenschrift erzählt eine ganz andere Geschichte als eine moderne, klare Groteskschrift.
  • Materialität: Die Haptik einer Verpackung spricht Bände über den Wert. Ein schweres, texturiertes Papier fühlt sich einfach wertiger an als eine dünne Plastikfolie.

Strategisches Branding im Design ist die Kunst, diese visuellen Elemente so zu einem Ganzen zu fügen, dass sie eine stimmige und überzeugende Markengeschichte erzählen. Eine Geschichte, die sich im Unterbewusstsein der Menschen verankert.

Dieser Ansatz geht weit über oberflächliche Ästhetik hinaus. Es ist ein strategischer Prozess, der sicherstellt, dass jede einzelne Designentscheidung ein klares Ziel verfolgt: Ihre Marke im überfüllten Markt nicht nur sichtbar, sondern auch begehrenswert zu machen. Statt auf zufällige Schönheit zu hoffen, nutzt strategisches Design psychologische Prinzipien für eine kalkulierte Wirkung.

Warum das für Ihre Marke matchentscheidend ist

In einer Welt, in der Produkte immer austauschbarer werden, ist die emotionale Verbindung der einzig nachhaltige Wettbewerbsvorteil. Ein starkes Branding in Design sorgt dafür, dass Ihre Marke nicht nur wiedererkannt, sondern auch gefühlt wird. Es schafft eine intuitive Präferenz, die weit über funktionale Produktmerkmale hinausgeht.

Dieser Artikel ist der Startpunkt für eine Reise in die Tiefe des Designs. Wir werden die psychologischen Hebel aufdecken und Ihnen praxisnah zeigen, wie Sie eine visuelle Identität schaffen, die am Regal gewinnt und langfristig echte Markentreue aufbaut.

Die verborgene Sprache der Designelemente: Wie Design unser Unterbewusstsein anspricht

Haben Sie sich je gefragt, warum Sie im Supermarktregal zielsicher nach einer ganz bestimmten Verpackung greifen? Dahinter steckt oft mehr als nur bewusste Gewohnheit. Jedes einzelne Designelement – von der Farbe über die Schrift bis zur Haptik – sendet unbewusste Signale direkt an unser Gehirn.

Diese Signale sind keine willkürlichen Zufälle, sondern tief in unserer Psychologie verankerte Reaktionen. Ein durchdachtes Branding in Design nutzt genau diese verborgene Sprache, um eine Markenbotschaft zu vermitteln, ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen. Man kann sich diese Elemente wie die Instrumente in einem Orchester vorstellen: Erst ihr perfektes Zusammenspiel ergibt eine Melodie, die uns emotional berührt.

Farbe: Der emotionale Türöffner

Farben sind vielleicht das wirkungsvollste Instrument im Design-Orchester. Unser Gehirn verarbeitet sie schneller als jede Form oder jeden Text, was zu unmittelbaren emotionalen Reaktionen führt. Diverse Studien deuten darauf hin, dass bis zu 85 % der Kaufentscheidungen allein durch die Farbe beeinflusst werden können.

  • Rot: Signalisiert Energie, Leidenschaft, aber auch Dringlichkeit. Perfekt für Sonderangebote oder um in der Lebensmittelbranche den Appetit anzuregen.
  • Blau: Vermittelt Vertrauen, Ruhe und Professionalität. Kein Wunder, dass Banken, Versicherungen und viele Tech-Unternehmen auf Blau setzen, um Seriosität auszustrahlen.
  • Grün: Ist universell mit Natur, Gesundheit und Frische verbunden. Die logische Wahl für Bio-Produkte und Marken mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit.
  • Schwarz: Steht für Luxus, Eleganz und eine gewisse Exklusivität. Premium-Marken nutzen Schwarz gezielt, um Wertigkeit zu kommunizieren.

Die Farbwahl ist also niemals nur eine ästhetische Spielerei. Sie ist eine strategische Weichenstellung, die das Fundament für die gesamte emotionale Wahrnehmung einer Marke legt.

Form: Der stille Architekt der Marke

Direkt nach der Farbe nimmt unser Gehirn die Form wahr. Formen transportieren die grundlegende Persönlichkeit einer Marke und formen unbewusst unsere Erwartungen an ein Produkt.

Formen sind die stille Architektur einer Marke. Runde Konturen schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft und Weichheit, während eckige Strukturen für Präzision, Stärke und Effizienz stehen.

Ein Joghurt in einem runden Becher wirkt auf uns automatisch cremiger und zugänglicher. Ein technisches Gerät in einer kantigen, scharf geschnittenen Verpackung signalisiert hingegen Präzision und Zuverlässigkeit. Diese subtilen Form-Hinweise prägen unsere Wahrnehmung entscheidend – lange bevor wir das Produkt überhaupt ausprobiert haben.

Typografie: Die unverwechselbare Stimme der Marke

Wenn Farben die Emotion und Formen die Struktur sind, dann ist die Typografie die Stimme der Marke. Sie verleiht der Markenpersönlichkeit ihren ganz eigenen Klang und entscheidet darüber, ob eine Botschaft seriös, freundlich, modern oder traditionell bei uns ankommt.

Die Schriftart ist also weit mehr als nur lesbarer Text; sie ist ein entscheidender Charakterzug.

Die psychologische Wirkung der Design-Hebel

Die folgende Tabelle fasst zusammen, wie die grundlegenden Designelemente unterbewusst auf uns wirken und welche Assoziationen sie auslösen können.

Design-Hebel Psychologische Wirkung Beispielhafte Assoziation
Farbe Löst unmittelbare emotionale Reaktionen aus Rot (Energie, Appetit), Blau (Vertrauen, Sicherheit), Grün (Natur, Frische)
Form Kommuniziert die grundlegende Persönlichkeit Rund (Weichheit, Gemeinschaft), Eckig (Stabilität, Präzision)
Typografie Verleiht der Marke eine "Stimme" und einen Charakter Serifenschrift (Tradition), Serifenlos (Modernität), Schreibschrift (Persönlichkeit)
Materialität Schafft ein haptisches Erlebnis und Wertempfinden Raues Papier (Nachhaltigkeit), Schweres Glas (Premium), Glatte Oberfläche (Modern)

Diese Hebel wirken selten isoliert. Ihre wahre Kraft entfalten sie im Zusammenspiel, wenn sie eine einheitliche und überzeugende Markengeschichte erzählen.

Materialität: Das haptische Versprechen

Gerade in unserer immer digitaleren Welt wird die physische Erfahrung umso wichtiger. Das Material einer Verpackung ist oft der letzte und entscheidende Berührungspunkt vor dem Kauf. Die Haptik – also wie sich ein Produkt anfühlt – kann das empfundene Wert- und Qualitätsversprechen massgeblich beeinflussen.

Ein schweres Glas für ein Olivenöl fühlt sich einfach hochwertiger an als eine leichte Plastikflasche. Eine Schachtel aus rauem, texturiertem Recyclingkarton kommuniziert Nachhaltigkeit viel glaubwürdiger als eine hochglanzlaminierte Oberfläche.

Dieses haptische Feedback bestätigt die visuellen Versprechen des Brandings und schliesst den Kreis der unbewussten Kommunikation. Ein wirklich gutes Branding in Design orchestriert all diese Elemente meisterhaft, um eine konsistente Geschichte zu erzählen, die direkt im Unterbewusstsein der Zielgruppe ankommt.

Neurobranding als Schlüssel zu echten Kaufmotiven

Die meisten unserer Kaufentscheidungen fallen nicht rational. Wir mögen zwar glauben, wir wägen sorgfältig Pro und Contra ab, doch in Wahrheit sind es tief verankerte, unbewusste Motive, die unser Handeln steuern. Genau hier setzt das Neurobranding an – ein Ansatz, der die neusten Erkenntnisse der Hirnforschung nutzt, um zu verstehen, was Menschen wirklich antreibt.

Statt uns auf demografische Merkmale wie Alter oder Einkommen zu verlassen, die oft nur an der Oberfläche kratzen, taucht das Neurobranding tief in die menschliche Psyche ein. Es geht darum, die unsichtbaren Kräfte zu entschlüsseln, die eine Kaufentscheidung auslösen, lange bevor der bewusste Verstand überhaupt zum Zug kommt. Für ein erfolgreiches Branding in Design ist dieser Schritt entscheidend.

Die MetaMotivation Methodik erklärt

Um diese unbewussten Antriebe greifbar zu machen, arbeiten wir mit einer speziellen Methodik: der MetaMotivation. Dieser Ansatz fusst auf 16 neurobiologisch fundierten Motivfeldern, die universelle menschliche Bedürfnisse abbilden. Diese Motive schlummern in uns allen, sind aber bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Man kann sich diese Motivfelder wie einen inneren Kompass vorstellen, der unser Verhalten lenkt. Einige Menschen haben ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur, während andere das Abenteuer und die Freiheit suchen. Wieder andere sind von Fürsorge getrieben oder vom Wunsch nach Anerkennung und Dominanz.

Neurobranding zielt nicht darauf ab, Menschen zu manipulieren. Vielmehr geht es darum, die bereits vorhandenen, tiefen Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen und eine authentische Markenbotschaft zu entwickeln, die genau diese Bedürfnisse anspricht.

Indem wir herausfinden, welche dieser Motivfelder für Ihre Zielgruppe am wichtigsten sind, schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Basis für das gesamte Branding. Wir ersetzen Vermutungen durch echtes Wissen über die menschliche Natur.

Wie Motive die Designsprache formen

Die wahre Stärke dieses Ansatzes liegt aber in der Übersetzung der abstrakten Motivfelder in eine konkrete, visuelle Sprache. Jedes Designelement – ob Farbe, Form, Typografie oder Material – wird zu einem gezielten Werkzeug, um das richtige Motiv anzusprechen.

Nehmen wir zwei gegensätzliche Motivfelder als Beispiel:

  • Sicherheit & Stabilität: Ein Produkt, das dieses Bedürfnis bedienen soll, braucht ein Design, das Vertrauen und Verlässlichkeit ausstrahlt. Klare, symmetrische Formen, beruhigende Blautöne und eine gut lesbare, klassische Schriftart wären hier genau richtig. Die Verpackung könnte sich stabil und solide anfühlen.
  • Abenteuer & Entdeckung: Hier ist das Gegenteil gefragt. Asymmetrische Layouts, kräftige, energiegeladene Farben wie Orange oder Gelb und eine dynamische, vielleicht sogar unkonventionelle Typografie wecken die Neugier. Die Verpackung könnte mit ungewöhnlichen Materialien oder einem überraschenden Öffnungsmechanismus spielen.

Diese Mindmap zeigt anschaulich, wie die grundlegenden Designelemente zusammenspielen, um diese Motive zu kommunizieren.

Mindmap zeigt Designelemente: Sprache, Farbe, Form und Schrift mit ihren wechselseitigen Beziehungen.

Man sieht deutlich: Farbe, Form und Schrift wirken nicht isoliert. Sie bilden eine zusammenhängende Sprache, die die Botschaft der Marke erst erlebbar macht.

Jenseits von Demografie zu echten Verbindungen

Ein motivbasierter Ansatz schafft eine viel tiefere und beständigere Verbindung zu Ihren Kunden. Während sich demografische Zielgruppen ständig verändern und schwer zu fassen sind, bleiben die grundlegenden menschlichen Antriebe stabil. Eine Marke, die es schafft, ein tiefes Motiv wie Geborgenheit oder Zugehörigkeit zu bedienen, baut eine emotionale Bindung auf, die weit über funktionale Produktvorteile hinausgeht.

Um die unsichtbare Kraft des Brandings und seinen Einfluss auf Kaufentscheidungen noch besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Psychologie der Werbung. Der Perspektivwechsel von «Wer ist mein Kunde?» zu «Was treibt meinen Kunden wirklich an?» ist der Schlüssel zu einem Branding, das nicht nur auffällt, sondern im Herzen der Menschen verankert bleibt. Es ist die Grundlage, um Marken zu schaffen, die nicht nur gekauft, sondern geliebt werden.

Wenn Sie tiefer in die faszinierende Welt des Neurobrandings eintauchen möchten, erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie auf https://echt.ch/neurobranding die unterbewussten Bedürfnisse für Ihre Marke nutzen können.

Strategien für erfolgreiches Verpackungsdesign im Handel

Ein Supermarktgang mit einem schwarzen Schild mit der Aufschrift 'Regalwirkung Zahlt' und leeren sowie bestückten Regalen.

Die Prinzipien des Neurobrandings auf den physischen Point of Sale zu übertragen – das ist die Königsdisziplin im Branding in Design. Genau hier, im «Sekundenkrieg am Regal», entscheidet sich, ob eine Marke erfolgreich ist. Die Verpackung ist der letzte und oft entscheidende Berührungspunkt, bevor der Griff zum Produkt erfolgt.

Gerade im dichten Gedränge der schnell drehenden Konsumgüter (FMCG) braucht es eine glasklare, strategische Herangehensweise. Es geht nicht darum, die bunteste oder lauteste Verpackung zu kreieren. Es geht darum, genau die emotionale Resonanz bei der Zielgruppe auszulösen, die zum Kauf motiviert. Der Weg dorthin ist systematisch: von der grossen Strategie über eine saubere Markenarchitektur bis zum finalen, motivbasierten Design.

Visuelle Orientierung als erster Schritt

Bevor eine Marke ihre Geschichte erzählen kann, muss sie überhaupt erst gesehen werden. Im Meer der Konkurrenz ist der erste und wichtigste Schritt, eine klare visuelle Orientierung zu bieten. Das gelingt, indem man einzigartige Markencodes definiert und diese dann konsequent durchzieht.

Das können bestimmte Farben sein, wiederkehrende Formen oder eine ganz eigene Bildsprache. Ein gutes Beispiel ist die Schaffung einer klaren Dachmarkenstruktur, wie man sie bei grossen Detailhändlern wie Coop sieht. Die Kunden lernen schnell, bestimmte visuelle Signale mit einer Qualitätsstufe oder Produktkategorie zu verknüpfen, was die Orientierung am Regal enorm erleichtert.

Die Macht konsistenter Markencodes

Wenn diese grundlegenden Markencodes einmal stehen, müssen sie über das gesamte Sortiment hinweg konsequent angewendet werden. Genau diese Konsistenz schafft Vertrauen und Wiedererkennung. Man kann es sich wie einen visuellen Dialekt vorstellen: Je öfter und einheitlicher er gesprochen wird, desto schneller verstehen ihn die Kunden ganz intuitiv.

Ein strategisches Verpackungsdesign funktioniert wie ein Leitsystem im Regal. Es navigiert den Blick der Kunden, grenzt die eigene Marke klar von der Konkurrenz ab und kommuniziert die Kernbotschaft in Sekundenbruchteilen.

Ein Relaunch einer etablierten Marke ist dabei eine ganz besondere Herausforderung. Hier gilt es, die Marke zu modernisieren, ohne die wertvollen, über Jahre gelernten Markencodes zu zerstören. Ein behutsamer, schrittweiser Prozess ist hier oft viel erfolgreicher als ein radikaler Bruch, der die Stammkundschaft verunsichern könnte.

Der 'Sekundenkrieg am Regal' und seine Regeln

Der Kampf um Aufmerksamkeit am Regal ist gnadenlos. Die enormen Summen, die in Werbung fliessen, zeigen, wie entscheidend es ist, am Point of Sale zu überzeugen. In der Schweiz erreichte der Brutto-Werbedruck kürzlich 6,12 Milliarden CHF. Interessanterweise hat Aussenwerbung – wozu ja auch die Sichtbarkeit am Regal gehört – eine bis zu 67 Prozent höhere Akzeptanz als digitale Formate wie YouTube-Werbung, wie eine Studie zeigt. Diese Zahlen machen deutlich, welche enorme Wirkung ein physisches Branding durch eine starke Verpackung im FMCG-Bereich entfalten kann. Mehr dazu finden Sie in den aktuellen Werbetrends in der Schweiz auf statista.com.

Um diesen Kampf zu gewinnen, sind emotionale Bildwelten ein zentraler Hebel. Sie schaffen eine sofortige Verbindung und können komplexe Botschaften auf den Punkt bringen. Bei der Entwicklung der Marke MyBaby etwa wurden gezielt Bildwelten geschaffen, die das Motiv der Fürsorge ansprechen und so eine starke emotionale Bindung zu jungen Eltern aufbauen.

Iteration und Validierung als Erfolgsschlüssel

Ein herausragendes Verpackungsdesign entsteht selten im ersten Wurf. Der Schlüssel zum Erfolg liegt vielmehr in einem iterativen Prozess, der auf enger Zusammenarbeit und ständiger Validierung basiert. Das Ganze läuft in der Praxis so ab:

  • Strategische Ausrichtung: Zuerst werden die Zielmotive mithilfe der MetaMotivation-Methodik klar definiert.
  • Design-Exploration: Dann entwickeln wir verschiedene kreative Routen, die diese Motive visuell übersetzen.
  • Regaltests: Wir simulieren die Wettbewerbssituation, um zu sehen, welche Designs die meiste Aufmerksamkeit erregen und sich am besten abheben.
  • Konsumentenfeedback: Anschliessend holen wir gezielt Rückmeldungen ein, um die emotionale Wirkung und Verständlichkeit zu überprüfen.

Dieser Zyklus aus Kreation, Test und Optimierung stellt sicher, dass die finale Designlösung nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern vor allem ihre strategischen Ziele am Point of Sale erreicht. So stellen wir sicher, dass das Design nicht nur Aufmerksamkeit generiert, sondern die Markenwahrnehmung nachhaltig positiv prägt. Wenn Sie tiefer eintauchen möchten, wie diese Prinzipien in der Praxis funktionieren, empfehlen wir Ihnen unseren weiterführenden Artikel über Neuro Packaging Design.

Was erfolgreiche Schweizer Marken anders machen

Nahaufnahme von Produkten mit Schweizer Kreuz und Bergdesign auf Holzhintergrund, umgeben von Gras.

Theorie und Methoden sind das eine. Aber nichts überzeugt so sehr wie der Beweis aus der Praxis. Wie schaffen es eigentlich manche Schweizer Marken, sich über Jahrzehnte nicht nur zu halten, sondern eine tiefe, fast schon persönliche Bindung zu uns aufzubauen? Denken Sie nur an Victorinox, Lindt oder Ricola. Sie sind Paradebeispiele für ein branding in design, das weit über eine hübsche Verpackung hinausgeht.

Ihr Erfolg ist alles andere als Zufall. Er ist das Ergebnis einer glasklaren Strategie, die tief in der Marken-DNA verankert ist und eindrucksvoll zeigt, wie die Prinzipien des Neurobrandings in der Praxis zu echter Markenstärke führen.

Das Geheimnis der gelebten Swissness

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie diese Marken ihre Herkunft interpretieren. Es geht eben nicht darum, einfach nur ein Schweizerkreuz auf die Packung zu drucken. «Swissness» wird hier zu einem gelebten Wert, der sich in jedem winzigen Detail des Designs wiederfindet.

Diese Marken meistern die Kunst, abstrakte Werte wie Präzision, Zuverlässigkeit, Naturverbundenheit und Tradition in eine stimmige visuelle Sprache zu übersetzen. Sie laden typisch schweizerische Eigenschaften emotional auf und machen sie für uns Konsumenten direkt spürbar.

Erfolgreiche Schweizer Marken verkaufen nicht nur ein Produkt; sie verkaufen ein Gefühl von Heimat, Verlässlichkeit und authentischer Qualität. Ihr Design ist die visuelle Verkörperung dieses Versprechens.

Diese tiefe Verwurzelung macht sie übrigens enorm widerstandsfähig. Der BrandTrust Resilienz-Index von 2014 hat gezeigt, dass Marken wie Victorinox, Lindt und Ricola zu den stabilsten überhaupt gehören. Ihr Erfolg gründet weniger auf Konzernmacht als auf authentischer Familientradition und ebenjener gelebten Swissness. Mehr dazu, wie Schweizer Marken ihre Widerstandskraft stärken, finden Sie auf brand-trust.de.

Die emotionale Kraft der Designsprache

Schauen wir uns die Designsprache einmal genauer an. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Jedes Element wird gezielt eingesetzt, um unbewusst die richtigen Motivfelder anzusprechen und eine emotionale Verbindung herzustellen.

  • Victorinox: Das ikonische Rot und das Schweizerkreuz sind unverkennbare Codes. Sie signalisieren sofort Vertrauen und Qualität. Die präzise, funktionale Formgebung des Taschenmessers spricht dabei direkt unsere Motive für Kontrolle und Sicherheit an.
  • Lindt: Hier schreit alles nach Genuss. Die goldene Farbe, die elegante Typografie und die geschwungenen Formen kommunizieren Luxus. Schon die Haptik der hochwertigen Folie verspricht ein sinnliches Erlebnis, lange bevor man die Schokolade überhaupt probiert hat.
  • Ricola: Die Marke entführt uns in eine natürliche Welt aus Kräutern und Berglandschaften. Die grünen und gelben Farbtöne und die organischen Formen vermitteln auf den ersten Blick Natur, Gesundheit und wohltuende Wirkung.

Diese Beispiele machen deutlich, wie ein durchdachtes branding in design eine Marke fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Die visuelle Identität wird so stark, dass sie fast schon zum Synonym für eine ganze Produktkategorie wird.

Was kleinere Unternehmen davon lernen können

Keine Sorge, diese Strategien sind nicht nur etwas für die grossen Namen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen können sich diese Prinzipien zunutze machen, um sich in einem vollen Markt zu behaupten und eine treue Kundschaft aufzubauen.

Alles beginnt mit einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Identität: Welche Werte machen uns wirklich aus? Welche Geschichte soll unser Design erzählen? Der Schlüssel liegt nicht darin, Trends zu kopieren, sondern eine authentische visuelle Sprache zu entwickeln, die die eigene Herkunft und die ureigenen Stärken widerspiegelt.

Ein konsistentes Markenerlebnis über alle Berührungspunkte hinweg schafft Vertrauen und sorgt für eine nachhaltige Differenzierung. So lassen sich die Prinzipien der Grossen erfolgreich auf die eigene Nische übertragen. Ein gutes Beispiel dafür, wie diese Logik im Detailhandel funktioniert, sehen Sie in unserem Beitrag über die Gestaltung der Coop Dachmarke.

Wie Branding eine Brücke zwischen online und offline schlägt

Ein starkes Branding im Design hört nicht am Ladenregal auf. Ganz im Gegenteil: Die emotionale Verbindung, die eine Marke im Geschäft knüpft, muss sich in der digitalen Welt nahtlos fortsetzen. Nur so entsteht eine durchgängige und glaubwürdige Customer Journey.

Die gleichen neurobiologischen Prinzipien, die eine Kaufentscheidung vor Ort beeinflussen, greifen auch online. Farben, Formen und Schriftarten wecken auf einer Website, in einem Newsletter oder auf Social Media genau die gleichen unbewussten Assoziationen. Konsistenz ist hier das Fundament für Vertrauen.

Vom Regalhelden zum viralen Star

Gerade im digitalen Raum bekommen visuell starke Verpackungen eine ganz neue, mächtige Rolle. Sie werden zu den Hauptdarstellern in Instagram Stories, TikTok Reels und den beliebten Unboxing-Videos. Ein einzigartiges Design kann ein Produkt vom reinen Konsumgut in ein begehrenswertes Erlebnis verwandeln, das man unbedingt teilen möchte.

Dieser Trend wird durch das Influencer-Marketing massiv befeuert. Der Schweizer Influencer-Marketing-Markt ist bereits rund 150 Millionen CHF schwer und wächst stetig weiter. Wenn bereits 55 Prozent der Schweizer Marken auf Influencer setzen, wird ein visuell starkes Branding zur entscheidenden Währung für digitale Sichtbarkeit. Ein Design, das in kurzen Videos und auf Fotos sofort überzeugt, ist Gold wert. Mehr spannende Einblicke dazu liefern die aktuellen Influencer-Marketing-Statistiken auf kingfluencers.com.

Die digitale Brücke zur Marke bauen

Eine einheitliche visuelle Sprache über alle Berührungspunkte hinweg ist absolut entscheidend. Die Designelemente, die Ihre Verpackung im Regal einzigartig machen, müssen auch Ihr digitales Schaufenster prägen – von der Website bis zum Social-Media-Profil.

Eine Marke, die online anders aussieht und sich anders anfühlt als offline, stiftet Verwirrung. Sie erzeugt kognitive Dissonanz und riskiert, das hart erarbeitete Vertrauen ihrer Kunden zu verspielen.

Es ist also zentral zu verstehen, wie man Branding gekonnt in die Web-Entwicklung einbindet, um eine starke Online-Präsenz aufzubauen. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie Branding-Prinzipien im digitalen Raum praktisch umgesetzt werden, um Offline- und Online-Erlebnisse zu verbinden, zeigt ein gelungener Relaunch im Bereich Web-Entwicklung und Branding.

Um die volle Wirkung zu entfalten, müssen die Designelemente natürlich für die verschiedenen Formate optimiert werden. Ein Logo muss auf einem winzigen Smartphone-Display genauso gut funktionieren wie auf einem riesigen Plakat. Die Kunst besteht darin, die Markenidentität flexibel anzupassen, ohne ihre Essenz und Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Botschaft auf jedem Kanal emotional ankommt und eine Markenerfahrung wie aus einem Guss entsteht.

Ihre Fragen zum Branding im Design beantwortet

In der strategischen Markenführung begegnen uns immer wieder die gleichen, entscheidenden Fragen. Hier haben wir die häufigsten Anliegen von Marketing- und Brandmanagern zum Thema Branding im Design zusammengetragen und ganz praxisnah beantwortet. So können Sie die Konzepte direkt auf Ihre eigenen Herausforderungen anwenden.

Steigert gutes Design wirklich den Umsatz?

Ja, absolut. Gutes Design ist ein direkter Umsatztreiber, auch wenn der Zusammenhang nicht immer so offensichtlich ist wie bei einem Rabattcoupon. Die Wirkung entfaltet sich auf einer viel tieferen, emotionalen Ebene, die Kaufentscheidungen massgeblich prägt.

Ein strategisch durchdachtes Design hebt Ihre Marke im überfüllten Regal klar von der Konkurrenz ab. Es hilft den Konsumentinnen und Konsumenten, ein Produkt schneller zu erkennen, seinen Nutzen intuitiv zu erfassen und ihm unbewusst positive Eigenschaften wie Qualität und Vertrauen zuzuordnen. Genau diese positiven Assoziationen senken die Kaufhürde und führen nachweislich zu besseren Abverkaufszahlen.

Wie lässt sich der ROI einer Designinvestition messen?

Den Return on Investment (ROI) von Design zu beziffern, ist anspruchsvoll, aber keinesfalls unmöglich. Klar, die direkten Verkaufszahlen vor und nach einem Relaunch sind ein harter Indikator. Der wahre Wert zeigt sich aber oft in weicheren Kennzahlen, die für den langfristigen Markenerfolg mindestens genauso wichtig sind.

Gutes Design ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die wertvollste Ressource einer Marke: die Wahrnehmung im Kopf der Kunden.

Um den Erfolg zu messen, sollten Sie einen Blick auf diese Grössen werfen:

  • Markenbekanntheit: Wie hat sich die ungestützte und gestützte Bekanntheit Ihrer Marke entwickelt?
  • Wahrgenommene Qualität: Konnte die Preisbereitschaft für das Produkt gesteigert werden?
  • Kundenloyalität: Führt das neue Design dazu, dass Kunden wiederholt zu Ihrem Produkt greifen?
  • Marktanteil: Hat sich Ihr Anteil im Vergleich zum Wettbewerb positiv verändert?

Erst die Kombination dieser Metriken zeichnet ein vollständiges Bild vom wirtschaftlichen Erfolg Ihres Designs.

Kann ein Redesign bestehende Kunden abschrecken?

Diese Sorge ist mehr als berechtigt, gerade bei etablierten Marken mit einer treuen Stammkundschaft. Ein radikaler Bruch mit über Jahre gelernten visuellen Codes kann tatsächlich Verwirrung stiften und zu Ablehnung führen. Der Schlüssel liegt deshalb in einer behutsamen Evolution statt einer disruptiven Revolution.

Ein gelungener Redesign-Prozess zollt den bestehenden Markenwerten und den visuellen Ankern, die Kunden kennen und schätzen, Respekt. Es geht darum, das Design zu modernisieren und für neue Zielgruppen relevant zu machen, ohne die treue Basis zu verprellen. Iterative Tests und das konsequente Einholen von Kundenfeedback sind hier unerlässlich, um die Akzeptanz zu sichern und Risiken von vornherein zu minimieren.

Wie stellt man sicher, dass das Design zur Strategie passt?

Ein Design, das nur gut aussieht, aber keine strategische Basis hat, ist letztlich nur Dekoration. Die wichtigste Aufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass jede einzelne visuelle Entscheidung – von der Farbe über die Form bis zur Typografie – die übergeordnete Markenstrategie unterstützt und verstärkt.

Der wohl effektivste Weg dorthin ist ein motivbasierter Ansatz wie das Neurobranding. Wenn Sie die tiefen, unbewussten Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe analysieren und verstehen, schaffen Sie eine klare, wissenschaftlich fundierte Leitplanke für den gesamten Designprozess. So stellen Sie sicher, dass das finale Design nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern exakt die richtigen emotionalen Signale sendet, um Ihre Geschäftsziele zu erreichen.


Möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Branding nicht nur schön, sondern auch wirkungsvoll ist? Echt AG übersetzt Ihre Markenstrategie in ein Design, das am Regal gewinnt. Entdecken Sie, wie wir mit Neurobranding und der MetaMotivation-Methodik Ihre Marke unwiderstehlich machen.

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